Kimono-Dressing

Wie ich in einem anderen Eintrag schon einmal erwähnt hatte, ist meine beste Freundin auch zur Zeit mit ihrem Freund in Tokyo unterwegs. Schon seit Tagen hat sie versucht mich auszufragen, wann ich denn mal Zeit hätte für… mmhh… herumgedruckst, herumgedruckst. Mademoiselle war etwas am Planen. Mehr als offensichtlich. Meine einzigen Anhaltspunkte waren „Wir treffen uns in Asakusa“ und: „Bring deine Kamera mit“ – „Welches Objektiv?“ -„Für Portrait“.

Heute wusste ich endlich mehr. Da ich mich in der Uni gegen den Kimono-Kurs entschieden hatte und Nathalie wusste, dass ich immer noch ein wenig damit haderte, hatte sie beschlossen mir ein Kimono-Dressing zum Geburtstag zu schenken! Auch an dieser Stelle nochmal ein DICKES FETTES DANKESCHÖN, BRO!

Nathalie hatte Asakusa als Ort ausgewählt, aber generell werden überall in Tokyo und auch ganz Japan, solche Kimono-Dressings angeboten. Meistens in der Nähe von Touristenattraktionen. Denn, wie ich noch durch Zufall erfahren habe, sind die meisten Kimono-Damen bei solchen Punkten keine Japanerinnen, sondern Chinesinnen.

Im Laden selbst, konnten wir dann zwischen verschiedenen Optionen auswählen. Zum Beispiel mit/ ohne Haarstyling, mit/ohne Winterumhänge etc. … Kaum das die Formalitäten geklärt waren, durften wir uns unsere Kimonos selbst aussuchen. Die Entscheidung bei mir war recht einfach, schwarz musste es sein. Für Nathalie brauchten wir einen Augenblick länger, fanden dann aber einen schönen lavendelfarbenen Kimono. Das Wort Kimono (着物, きもの) bedeutet übrigens übersetzt Sache, die man anziehen kann.

Dann ging es ans Eingemachte. Ähnlich wie in der Szene von Disneys Mulan, wo sie Mulan herrichten, haben sie sich dann auf Nathalie und mich gestürzt (Zur Erinnerung: Mulan – „Bring honor to us all“). Das Ankleiden ging ziemlich rabiat vonstatten und es gab mehr als einen Augenblick, wo die Luft aus uns herausgepresst wurde, damit der Knoten passte. Alleine anziehen durften wir lediglich das Unterteil und die Socken (wobei das auch schon ein Abenteuer für sich war). Für unsere Haare durften wir uns jeweils ein Haarteil aussuchen, was dann in die Frisur eingeflochten wurde. Die Frau die meine Haare gemacht hat, ist in meinen Augen auf jeden Fall eine Meisterin ihres Fachs. Ich brauche manchmal alleine 10 Minuten um meine Haare zu einem ordentlichen Pferdezopf zu bändigen und sie hat innerhalb von fünf Minuten eine Flechtfrisur gezaubert, die noch einen weiteren Tag gehalten hat.

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Zwischendrin hat es dann auch kurz angefangen zu schneien. Auch wenn es auf den Fotos vielleicht nicht so aussieht, aber es war ziemlich kalt und die Kimonos alleine haben nicht warm gehalten. Nur mit dem grauen Übermantel war es einigermaßen erträglich.

Man sieht leider auch nicht die Blicke der umstehenden Menschen. Viele haben inne gehalten, als sie uns gesehen haben und haben Fotos von uns gemacht. Obwohl an diesem Tag einige in Kimonos unterwegs gewesen sind, haben wir alle Blicke auf uns gezogen. Gegen Ende ist noch ein Mädchen zu uns gekommen und hat gefragt, ob sie ein Foto mit uns zusammen machen kann. Auf dem Rückweg hat uns ein älterer Mann angehalten und ein Selfie mit uns gemacht. Allerdings so schnell, dass wir nicht mal Ja oder Nein sagen konnten. Wir haben den Leuten auf jeden Fall etwas geboten an diesem Tag. Ich möchte nicht wissen, in wie vielen Handyspeichern und Fotoalben wir jetzt feststecken…

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